Einfach mal DANKE sagen

Vor einiger Zeit bekamen wir eine ganz liebe Email von Natalie. Sie hat uns einen Einblick in ihre Gedanken und ihr Leben gewährt und ihre Reise zu veganen Hunden sehr anschaulich beschrieben. Vorhang auf für Natalie:

Hallo Leni und hallo liebes Team,

ich habe zwei Tibet Terrier: Emma, 2 Jahre und Yuki, 1 Jahr. Beide waren vor zwei Monaten läufig. Irgendwann folgte dann die Scheinschwangerschaft. Emma mochte nie Chicorée. Als ich eines Abends welchen knabberte, bettelte sie mich aber an. Also legte ich ihr ein Chicoréeblatt auf den Boden und et voilà: Sie fraß es. Komisch. Noch eine Woche zuvor spuckte sie es aus. Aber sie wollte dieses Mal noch mehr. Also bekam sie mehr, und mehr und mehr und mehr. Wenn ich mein Grünzeug nun teilen muss, kaufe ich also mehr davon und kaufte am nächsten Tag acht Chicorée. Die folgende Nacht war grausig. Emma ganz offenbar scheinschwanger, wurde sie mitten in der Nacht hechelnd (vor Schmerz oder Stress) wach und beruhigte sich auch nach einer halben Stunde im Arm halten nicht. Da wir selbst seit einem halben Jahr vegan leben und ich mein eigenes Leben radikal auf Heilpflanzen, Homöopathie, Yoga, Meditation etc. umgestellt habe, wollte ich (mittlerweile gut ausgestattet) schauen, was ich möglicherweise durch die Kraft der Natur mitten in der Nacht für Emma tun kann. Vor vier Wochen hatte sie spätabends Sodbrennen und ich bin auf die Wiese hinter dem Haus gegangen, um ihr einen Napf voll Gras zu pflücken. Das hat wunderbar funktioniert. Ich googelte also „Scheinschwanger Hund Homöopathie“ und wurde auf bestimmte Bachblüten aufmerksam. Die beschriebene Pflanze kannte ich allerdings nicht und googelte deren Gattung etc. und wurde bei einer der Untergattungen auf Chicorée aufmerksam. Ich konnte es kaum glauben und dachte: „Hey, das ist es doch! Der Hund weiß, was ihm gut tut. In der Woche zuvor mochte sie es nicht, aber als sie wusste, dass der Chicorée ihr hilft, konnte sie nicht genug davon bekommen.“ Ich holte also einen Chicorée hoch ins Bett und wir mümmelten zu dritt. Yuki machte die Blätter zwar nur klein, wollte aber auch an unserer nächtlichen Aktion teilhaben. Emma fraß ausschließlich den bitteren weißen Teil. Und zehn Minuten später hat sie sich hingelegt und geschlafen. Ich meine also, durch diese Nacht zu wissen, dass mein Hund weiß, was ihm gut tut.

Nun leben wir wie gesagt selbst seit einigen Monaten vegan und hatten zeitgleich das Futter der Hunde auf Barf umgestellt, weil ich dachte, dies sei artgerecht. Yuki mochte allerdings nie wirklich das Fleisch fressen, sondern knabberte lieber mit mir ein Möhrchen. Deshalb und weil es irgendwie naheliegend ist, dass man auch irgendwann über das für und wider der Fleischfütterung der Hunde nachdenkt, habe ich nach Alternativen gesucht. Und ich war mir nie sicher, ob ich meinen Hunden damit wirklich etwas Gutes tue, wenn ich sie vegan füttere. Diese Zweifel zu Beginn kennt ihr vielleicht auch. Aber ich habe unterschiedlichste Literatur dazu gelesen (wenn es auch nicht viel dazu gibt) und habe bei PETA angefragt, was sie davon halten und habe ein Video gesehen, in welchem eine junge Frau sagt: „Ja, aber was ist denn wirklich natürlich? Wenn mein kleiner Hund ein Pferd frisst? Sicher nicht! Und auch die Trockenfutter sind doch supplementiert. Und das ist auch nicht natürlich.“ Es kann also nicht um Natürlichkeit gehen. Das war für mich auch nicht ausschlaggebend. Sondern Gesundheit und Alternativen zum Schutz der anderen Tiere. Irgendwann kam mir sogar der Gedanke, dass die Fleischindustrie mit ihrem enormen Einfluss Barf erfunden hat, um den durch vegan und vegetarisch lebende Menschen geringeren Konsum zu kompensieren. Also ging ich zu einem lokalen Futterhaus. Dort wurde ich frecherweise ausgelacht. Aber das war ich ja schon vom Veganismus gewohnt und habe mich nicht groß geärgert. Ich habe allerdings ein vegetarisches Futter mitnehmen können. Das war für mich der erste Schritt in die richtige Richtung. Wenn auch nicht genau das, was ich wollte. Ich wollte ja vegan. Zuhause fiel Yuki aber über das Futter her. Und schlug sich seit Wochen das erste Mal wieder richtig den Bauch voll (ich hatte mich wirklich schon gesorgt). Auch Emma nahm das Futter wirklich gut an und das hat mich dazu veranlasst, nach einer veganen Alternative zu schauen und ich habe Euch gefunden. Also habe ich einen zwei Kilo Beutel ins Büro bestellt. Als dieser dort ankam, sind beide wirklich regelrecht darüber hergefallen. Aber ich dachte: „Mal abwarten. Wir hatten vorhin einen zweistündigen Spaziergang – klar haben die Hunger!“

So und nun zur ersten richtig coolen Situation: Zuhause war also noch immer das vegetarische Futter. Wir haben Standfutter – komischerweise musste ich den Napf das ganze Wochenende nicht nachfüllen aber vielleicht haben sie wieder viele Knabbereien nebenher bekommen und hatten nicht so großen Appetit. Montag morgen komme ich also im Büro mit den Hunden an (hier auch Standfutter, aber dieses Mal Eures), da rennen die beiden ohne Umwege (normalerweise wird erst einmal ausgiebig unsere Praktikantin begrüßt die immer schon vor uns da ist) zum Napf und fallen darüber her, als wären sie völlig ausgehungert! Oder als hätten sie auf dieses Futter gewartet! Das musste ich direkt meinem Partner schreiben, der vom veganen Füttern noch immer nicht begeistert war. Es kommt aber noch besser. Ich behalte es also erst einmal so bei: vegan im Büro – vegetarisch Zuhause (wegschmeißen ist zu schade). Gestern war mein Partner den ganzen Tag aufgrund von Krankheit mit den Hunden Zuhause und ich ohne Hunde allein im Büro. Bei Feierabend habe ich eine Tupperdose Greta gefüllt und mit nach Hause genommen. Dort angekommen war mein Partner gerade mit den Hunden oben, um sie nach dem Spaziergang sauber zu machen. Ich kam rein, packte meine Tasche aus, stellte Euer Futter auf die Küchenarbeitsplatte und freute mich auf eine überschwängliche Begrüßung –  die ausblieb! Die beiden kamen also die Treppe runter gerannt, sahen mich, sprangen mich einmal kurz an und reckten gaaaaanz aufmerksam die Nase in die Luft. Ich dachte: „Das ist doch ein Scherz. Die beiden sind sonst totaaal auf mich fixiert. Wollen die jetzt ernsthaft das Futter?“ und stellte es auf den Boden. Abwechselnd fressend und kurz Luft holend war die Dose binnen Sekunden leer. Nun habe ich kein schlechtes Gefühl mehr mit veganer Hundefütterung und möchte Euch ganz, ganz herzlich dafür danken! Wir werden auf jeden Fall ganz treue Fans bleiben.

Was ganz ganz toll wäre: Wenn Ihr Euer Sortiment um vegane Leckerchen erweitern könntet. Die fehlen tatsächlich noch irgendwie gänzlich auf dem Markt und ich weiß, wer sich riesig freuen würde…

Ganz liebe Grüße und ein herzliches Wau von Emma, Yuki und Natalie

Leni Lecker
3 Comments
  1. bin ganz begeistert euch entdeckt zu haben. freu mich schon aufs ausprobieren, zuerst mal die hundewurst zum selbermachen testen. werde berichten. hundsi ist ein schäfermännchen und ahnt noch nichts von seiner veganen zukunft.

  2. Ein toller, Bericht…und auch wir mit unserer veganen Kuschelnase Islay würden nen Luftsprung machen wenn’s von euch bald v-Leckerlies und vielleicht sogar Zahnpflege-v-Snacks gäbe…*wuff* ?

    • Liebe Sabine,
      mal schauen was die Zukunft bringt. Gerade Zahnpflege Snacks sind ja gar nicht so einfach, schön hart muss es sein, aber wiederum nicht zu hart das die Zähne brechen und natürlich schmackhaft.
      Ganz liebe Grüße auch an eure Kuschelnase Islay.
      Leni

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