Leni Lecker bei Tiere suchen ein Zuhause

Wir freuen uns, die vegane Hundeernährung hat es einmal mehr ins öffentlich rechtliche Fernsehen geschafft, was ja schon mal Grund zur Freude ist, da das Thema offensichtlich immer mehr in die Breite Öffentlichkeit rückt. Vor ein paar Jahren war das noch so ziemlich außergewöhnlich.

Heute Abend (07.02.2021) gibt es einen Beitrag bei der bekannten Sendung ‚Tiere suchen ein Zuhause‘, um 18h im WDR. Hier kann man ihn aber schon sehen:

https://www1.wdr.de/fernsehen/tiere-suchen-ein-zuhause/vegane-ernaehrung-hunde-100.html

Zum Interview war ich dafür vor einigen Wochen zu Gast im Westen.

Da so ein Beitrag ja immer zusammengeschnitten wird fallen natürlich auch viele Antworten raus, einige wichtige möchte ich hier aber gerne nochmal aufgreifen, da mir der Beitrag sonst zu unausgewogen erscheint. Für meinen Geschmack wurden die tatsächlich wichtigen Antworten weggelassen, die sich auch auf die Antworten der Tierärztin beziehen.

Punkt EINS:

Die vielfach erwähnten Schlachtnebenprodukte machen die Fleischindustrie lukrativ. Man denke nur mal, die tollen Eingeweide wie Herz, Nieren und Leber müssten weggeschmissen werden. Da würde der Industrie nicht nur einiges an Geld entgehen, man müsste sogar noch Geld aufbringen, um diese zu entsorgen. Dazu kommt noch, dass die Bestandteile früher vom Menschen selbst verzehrt wurden. Heute mag Mensch das aber nicht mehr essen, so ist doch super, dass sich das in der Futterindustrie zu Geld machen lässt.

In vielen konventionellen Hundefuttern sind ‚tierische Nebenerzeugnisse‘ enthalten. Diese müssen gar nicht näher deklariert werden (gilt übrigens genauso für ‚pflanzliche Nebenerzeugnisse’), ich kann also nicht feststellen ob es sich wirklich um die wertvollen Organe handelt, oder doch um Hörner, Federn usw.

Punkt ZWEI:

Die Tierärztin spricht von der artgemäßen oder der Art entsprechenden Ernährung. Dazu muss man sagen, dass letztendlich immer der Halter entscheidet was der Hund zu fressen bekommt, sei es nun vegan oder nicht. Zudem kommt, dass die heutigen Hunde mit dem Wolf relativ wenig zu tun haben, wenn man sich die vom Menschen nach seinen Bedürfnissen gezüchteten Rassen anguckt. Die wenigsten Hunde würden wohl ein Rind oder Schwein jagen um sich zu versorgen. Diese sind aber in gängigen Hundefuttern durchaus enthalten. Heutzutage ist es nicht mal ungewöhnlich seinen Hund mit Känguru oder Pferd zu füttern was mich zu Punkt drei führt:

Punkt DREI:

Der Gesundheitsaspekt. Wir haben festgestellt, dass es auch einen großen Anteil an Menschen gibt, die Ihren Hund aus gesundheitlichen Gründen vegan ernähren, da der Hund keine tierischen Bestandteile verträgt. Die Zahl dieser Hunde ist steigend. Damit dreht sich das Bild um. Der Hund profitiert nicht nur von der veganen Ernährung, sie ist für ihn eine gesundheitliche Notwendigkeit.

Punkt VIER:

Die fehlenden Langzeitstudien. Die gibt es nicht, da die Industrie, weder die Futtermittel- noch die Fleischindustrie, daran interessiert ist und diese dementsprechend auch nicht finanziert. Da es sich aber um ein noch junges Forschungsfeld handelt bin ich mir ganz sicher, dass die Studien nicht lange auf sich warten lassen, finanziert durch Fürsprecher der veganen Hundeernährung. Es gibt inzwischen auch immer mehr Abschlussarbeiten zum Thema und das Interesse wächst weiter.

Zu guter letzt war ich überrascht, dass Maike, die Moderatorin die Risiken so hoch eingeschätzt hat. Mir ist nicht ganz klar, auf welche sie sich dabei bezieht. Mangelerscheinungen sind ja wie erwähnt auch bei konventioneller Ernährung möglich und wenn man ein (veganes) Alleinfutter füttert, sollte dieses alle nötigen Nährstoffe zur Verfügung stellen, wie bei Greta und Pauline. V-Complete komplettiert natürlich deine selbstgekochte Mahlzeit.

Was mich sehr gefreut hat, wie gut sowohl Greta als auch Pauline bei den Testessern angekommen sind. Auf dem Hof haben die Hunde fast nichts abbekommen, weil sich die Truthähne den Teller unter den Nagel gerissen haben. Und Maike hatte mir auf der Fahrt zum Hof erzählt, dass ihre Hündin schon seit Wochen sämtliches (fleischhaltiges )Futter verschmäht, lediglich getrocknete Hühnchenstreifen, die eigentlich ein Leckerlie sein sollen, hätte sie gefressen. Ich war schwer begeistert, dass Blanca sowohl Greta als auch Pauline verköstigt und für gut befunden hat.

Lass deinen Hund entscheiden!
Animals Say Yeah!

Leni Lecker

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