Wir möchten gerne Jamie vorstellen. Sie unterstützt uns beim Schreiben von Blogartikeln und Social Media Posts und bereichert unser Team mit ihren Erfahrungen aus dem veganen Hundeleben, ihrer Begeisterung, Einfühlungsvermögen, Kreativität und ihrem Fachwissen. Aber lassen wir sie selbst mal zu Wort kommen und sich vorstellen. Vorhang auf für Jamie:


Flower-Power im Doppelpack

Halli Hallo! Mein Name ist Jamie, ich bin 31 Jahre jung und lebe seit 5 Jahren vegan. Auf meinem Lebensweg begleitet mich meine zuckersüße Hündin Lotti. Meine kleine Fast-Omi (11 Jahre alt) is(s)t seit ca. einem Jahr ebenfalls vegan.


Wie es dazu kam? Das erzähle ich dir jetzt:

Nach meiner Ausbildung zur tiermedizinischen Fachangestellten, absolvierte ich 2015 eine Ausbildung zur Hunde-Ernährungsberaterin. Bereits zu dieser Zeit stellte ich mir die Frage, warum diese Ausbildungsinhalte so voll mit tierischem Protein waren. Der Hund - der Omnivore...doch nicht der Carnivore, oder? Zu dieser Zeit kam ich jedoch nicht auf die Idee diese Ernährungsform weiter infrage zu stellen. Da wurde man als vegan lebender Mensch ja schon kopfschüttelnd als lebensmüde abgestempelt. Wie dem auch sei: Dies führte dazu, dass ich meine Ausbildung zunächst nicht weiter nutzte. Die Zeit verging und ich war zuletzt sehr aktiv im Bereich der Lebensmittelrettung (Foodsharing). So kam es, dass ich mit dem Verschenken der Lebensmittel gar nicht hinterher kam und mein Kühlschrank regelmäßig aus allen Nähten platzte. Es handelte sich größtenteils um gutes Bio- Obst und Gemüse und - okay ich gebs zu - auch um viele Sorten, die ich selbst nicht mochte. In meiner Verzweiflung und aufgrund meiner überaus starken Lebensmittel-Wegwerf-Phobie kam ich auf den Master-Gedanken: Vielleicht mag Lotti es ja! Also fing ich an Lotti mit allem möglichen zu bekochen und über jedes Lebensmittel eine Art Steckbrief anzufertigen. Eine Gourmet-Reise begann:


Was darf ich einem Hund geben?

Muss es gekocht werden, darf es roh verfüttert werden?

Was mag Lotti überhaupt?

Übrigens wurde mir mein Leben lang erzählt, dass Hunde keine Geschmacksnerven haben und gefälligst das essen sollen, was in den Napf kommt. Ich fand das schon immer gemein und unglaubwürdig. Und nun habe ich den Beweis dafür: Lotte ist eine richtige Feinschmeckerin und die Liste an Lebensmitteln, die sie nicht mag ist länger als die Liste der Lebensmittel, die sie gerne frisst! Und mal ehrlich: Jeder von uns weiß doch, was seines Lieblings Leibspeise ist, oder? Die letzten Monate habe ich damit verbracht meine komplette Hunde-Ernährungsunterlagen erneut durchzuarbeiten und auf Herz und Nieren, ähm ich meinte natürlich auf Karotte und Kartoffel zu prüfen. Und siehe da! Eine vegane Ernährung des Hundes ist möglich und in gewissen Lebensstadien und bei bestimmten Erkrankungen sogar vorteilhafter als die in der heutigen Zeit viel zu fleischlastige Ernährung. Vor kurzem war ich zum jährlichen Blutcheck beim Tierarzt und Lottis Blutwerte gleichen denen eines Jungspundes. Ich klopfe mir gerade auf die Schulter: Alles richtig gemacht, ich bin stolz auf uns! Lotti nickt mir zustimmend zu. Ich kann dir sagen: Es macht so viel Spaß meine Lotti zu bekochen. Für unsere Kinder kochen wir doch auch. Warum dann nicht für unsere Hunde. Sie sind fester Bestandteil der Familie. Nur unsere Glaubenssätze stehen uns im Weg. Umdenken macht Spaß! Und warum sollten wir unsere Hunde nicht vegan ernähren, wenn dies möglich ist?! Unser Planet wird es uns jedenfalls danken!! Jetzt bist du dran: Ernährst du deinen Hund auch vegan? Falls ja: Erzähl uns gerne eure Geschichte
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Bisherige Kommentare

Hallo Ihr Lieben, seid gut 1 Jahr ernähre ich meinen Hund Yambo auch vegan. Ich halte mich dabei an Eure Rezepte. Ich koche vor und friere die täglichen Portionen ein, da mein Süsser tagsüber bei meinen Eltern ist, da ich berufstätig bin. Yambo (Sheltie, 9 Jahre und den ganzen Tag hungrig. Man könnte denken, ein Labbi im Sheltifell 😉) kann so mittags von meiner Mutter bequem gefüttert werden. Sie fügt oft noch etwas Gemüse aus ihrem Kochtopf hinzu. Er bekommt 3x am Tag etwas in seinen Napf Ich wollte mal fragen, welche Werte Ihr beim Tierarzt prüfen lasst, und wie oft, damit ihr wisst, ob es Eurer Fellnase an nichts mangelt und es ihr gut geht. Macht ihr ein ganz normales (grosses) Blutbild oder lasst Ihr bestimmte Werte checken? Ich frage mich manchmal auch, ob Euer Gemüse und Eure Hülsenfrüchte etc. in den Rezepten aufeinander abgestimmt sind oder ob ich das dann untereinander wechseln kann. Yambo frisst z.B. nicht so gerne Kidneybohnen, liebt aber rote Linsen. Aber Rote Linsen und KB haben ja verschiedene Inhaltsstoffe, genauso, wie Karotten und Kohl unterschiedlich sind…. ich hoffe, meine Fragen sind nicht allzu dumm… über eine Antwort würde ich mich freuen. Alles Liebe, Michaela and Yambo 🙋🏻‍♀️🐶❤

Michaela Kaltschmidt

Liebe Michaela,
das klingt ja toll mit deinen selbstgekochten Mahlzeiten.
Genau, du kannst die Proteinquellen gegeneinander austauschen und das Gemüse. Unsere Rezepte sind, so wie sie bei uns auf der Seite sind, ausgewogen berechnet. Wenn du die Zutaten austauschst kann es sein, dass eine einzelne Mahlzeit nicht komplett alle Nährstoffe enthält, aber wenn du abwechslungsreich kochst, dann sollte sich das ausgleichen über die Zeit. Eddie findet Kidney Bohnen auch nicht so super, Linsen und Erbsen gehen da schon besser. Hier findest du übrigens unsere allgemeine Fütterungsempfehlung für V-Complete und hier wie sich das Futter zusammensetzen sollte https://vegan4dogs.com/der-vegane-hund/ .
Bei der Überprüfung der Blutwerte wäre eine Kontrolle einzelner Nährstoffe interessant, wie z.B. die Vitaminversorgung oder Mineralstoffe. Beim großen Blutbild ist nur ein Bruchteil solcher Werte enthalten. Leider sind solche Untersuchungen echt kostenintensiv, machen aber Sinn das gelegentlich testen zu lassen (nicht nur bei veganen Hunden).
Liebe Grüße Leni

Leni
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